AEI-Beitrag beim kick off-meeting des KIRAS-Projektes WatchDog in Graz

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Anfang Dezember startete die AEI unter Leitung von Joanneum Research mit 11 Konsortialpartnern in die 2-jährige Projektlaufzeit des Sicherheitsforschugnsprojektes WatchDog – „Mobile Kommunikations- und Multi-Sensorlösung für Sicherheits- und Risikomanagement im Freiland und im Objektschutz“.

Die AEI präsentierte als Arbeitspaketleitung die wesentlichen Ziele der sozialwissenschaftlichen Begleitung des im KIRAS Sicherheitsforschungsprogramm durch das bmvit geförderten Projektes WatchDog.

Dabei wird in einem umfassenden Ansatz und unter aktiver Kooperation mit den Bedarfsträgern und wissenschaftlichen Partnern ein wesentlicher Beitrag zur Optimierung der Einsatzführung bei unterschiedlichen Einsatzszenarien generiert. Das Projekt und seine Ergebnisse tragen damit zur Erhöhung der Sicherheit und des subjektiven Sicherheitsempfindens der in den verschiedenen Szenarien betroffenen Personen bzw. der involvierten Bevölkerung aber auch im speziellen der Einsatzkräfte bei. Die Kooperation mit dem BMI, dem BMLVS und den zivilen Einsatzorganisationen wie Feuerwehr und Rettung sowie die Kooperation mit Sicherheitsexperten und international tätigen Industriepartnern, ermöglicht es, die relevanten Einsatzszenarien, die Systemanforderungen und die zu entwickelten technologischen Lösungsansätze in einem herausfordernden Umfeld zu definieren und zu testen bzw. zu evaluieren.

Ethische Fragestellungen sind grundsätzlich aus den technologischen Ansätzen sowie einem sicherheitspolitischen Blickwinkel bzw. aus dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung heraus zu betrachten. Die sich aus den eingesetzten Technologien ergebenden Einschränkungen für die Bevölkerung müssen natürlich mit dem fundamentalen, rechtlich festgelegten Freiheitsverständnis in unserer demokratischen Rechtsordnung vereinbar sein und auch in der breiten Bevölkerung als akzeptabel erachtet werden. Psychologische Wirkungen der technischen „Unterstützungslösungen“ für die ausführenden Sicherheitskräfte spielen dabei für die unterschiedlichen Sicherheitsszenarien in der Einsetzbarkeit und Akzeptanz eine zusätzlich wichtige Rolle und sind auch Thema in den sozialwissenschaftlichen Arbeiten in WatchDog.

Das Projekt WatchDog

Dynamisch verändernde Sicherheitslagen sowie geforderte Effizienzsteigerung bei Personalressourcen, erhöhen die Anforderungen an Einsatzkräfte und Sicherheitsdienste, was die jüngste Vergangenheit dramatisch gezeigt hat. Der Schlüssel für eine optimierte Einsatzführung und erfolgreiche Bewältigung von unterschiedlichen Gefährdungslagen besteht in einer innovativen, permanenten (24/7) zeitoptimierten Lageerfassung. Im Rahmen von WatchDog wird ein Entwicklungskonzept für eine mobile Kommunikations- und Multi-Sensorlösung für Sicherheits- und Risikomanagement im Freiland und im Objektschutz erarbeitet, getestet und evaluiert. Ziel ist also die Entwicklung eines energie- und kommunikationsautarken multisensoralen Systems für fokussierte Sicherheitsszenarien.