AWID: Partizipatives, multi-mediales, resilienzfokussiertes Maßnahmen-Konzept zur Prävention von AbWertungs-IDeologien

overview

project
duration
volume

details

Synopsis: 

Propaganda radikalen Inhalts und Frühstufen von Extremismen verschiedener ideologischer Herkunft sind gezielt auch auf Jugendliche zugeschnitten. In Österreich ist es vor allem in Hinblick auf die virale Verbreitung über neue soziale Medien ein wesentliches Thema, diese frühzeitigen Versuche einer extremen ideologischen Einflussnahme im pädagogischen Umfeld zu identifizieren. Das zweijährige Projekt AWID hat das Ziel wirksame und einfache Präventions- und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Hierzu ist die Gestaltung innovativer, multimedialer und an realen Beispielen der sozialen Medien orientierten technologischen Lösungsansätzen (e-learning, apps) geplant. Zur zielgruppengerechten Optimierung dieser Komponenten wird AWID auf derzeit isolierten Ansätzen zur Prävention im schulischen Kontext beitragen sowie die Vernetzung und den Austauschforum wesentlicher Stakeholder in der Präventionsarbeit stärken.

Das Vorhaben (1. April 2018 – 31. März 2020, 24 Monate) wird im Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie finanziert.

Projektbeschreibung:

Propaganda radikalen Inhalts und Frühstufen von Extremismen verschiedener ideologischer Herkunft sind gezielt auch auf Jugendliche zugeschnitten. Auch in Österreich ist es vor allem in Hinblick auf die virale Verbreitung über neue soziale Medien ein wesentliches Thema, diese frühzeitigen Versuche einer extremen ideologischen Einflussnahme im pädagogischen Umfeld zu identifizieren. AWID hat das Ziel wirksame, einfache und auf Resilienzfaktoren sowie bestehende Ressourcen fokussierte Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Dabei wird auf die  zielgruppengerechte Optimierung der neuen Präventionsprogrammen sehr geachtet. Dem aktiven Einbezug von derzeit bereits vorhandenen aber meist nicht verknüpften Lösungen im pädagogischen Umfeld wird ebenfalls großes Gewicht zugeschrieben.

Das zweijährige Forschungs- und Entwicklungsprojekt AWID (1. April 2018 – 31. März 2020) konzentriert sich auf die Gestaltung innovativer, multimedialer und an realen Beispielen der sozialen Medien orientierten technologischen Lösungsansätzen (e-learning, apps). Die Vernetzung und der Austausch wesentlicher Stakeholder in der Präventionsarbeit werden durch AWID ebenfalls massiv stärkt. In aller Kürze, nimmt sich das Projekt vor ein stark endanwender-fokussiertes, wissenschaftlich basiertes sowie partizipatives Maßnahmenkonzept für Lehrkräfte zur Prävention von Abwertungs-Ideologien zu entwickeln.

Aufgaben und Ziele des geförderten Projektes sind daher:

  • die umfassende Datensammlung und Bestandsaufnahme verschiedener Phänomene, Entwicklungen und Strukturen, die zu unterschiedlich basierten Formen der Radikalisierung und des Extremismus führen können (Stw. „Abwertungs-Ideologien“, Sprach- und Bildverwendung, Multi-Lingualität, Codes,…),
  • die Untersuchung von Risiko- und Resilienz-Faktoren (z.B. exemplarisch an der Rolle arabischer Narrative religiöser ExtremistInnen und dessen Vermittlung auf Deutsch für Jugendliche in Österreich),
  • die Identifizierung von besonders relevanten, exemplarischen Bereichen für die Pilotierung und den social media-Einbezug im Präventionsbereich,
  • die Erstellung eines praxis-orientierten, exemplarischen und multi-medialen Konzeptes für PädagogInnen und Peers zur Prävention sowie zur Sensibilisierung hinsichtlich Abwertungs-Ideologien und deren möglichen Auswirkungen,
  • die Durchführung und Evaluation eines Testlaufs des Methoden- und Werkzeugpaketes im schulischen Umfeld,
  • die Entwicklung von flexiblen Konzepten und Material-Vorschlägen zur Stärkung des Bewusstseins hinsichtlich der Risiken von Abwertungs-Ideologien für den schulisch/pädagogischen Kontext sowie für die außerschulische, präventive Arbeit mit Jugendlichen,
  • die Entwicklung von Konzepten und Material-Vorschlägen zu präventiven Unterrichts- und Interaktionsinhalten die Zusammenhalt, Demokratie-Verständnis, Toleranz- und Gesprächskultur in Klassengemeinschaft und Peergroup fördern (salutogenetischer/ ressourcen-orientierter Ansatz),
  • die Vernetzung und Austauschforum wesentlicher Stakeholder in der Präventionsarbeit für Jugendliche,
  • Einbezug ethischer und juristischer Aspekte (z.B. Zugriff und Auswahl realer, zielgruppengerechter Inhalte aus sozialen Netzwerken, Datenschutz) sowie der gender-Dimension (z.B. Unterschiede von Radikalisierungsversuchen männlicher und weiblicher Jugendlicher) in die F&E-Arbeit.

Schließlich wird das AWID Konzept in ein exemplarisches Train-the-Trainer-Modell überführt, welches in der Praxis in Schulen durchgeführt und validiert wird. AWID wird im Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie finanziert.

Projektpartner:

AEI

Agentur für Europäische Integration und Wirtschaftliche Entwicklung

(Konsortialleitung)

EUB

Stadtschulrat Wien – Europabüro

KJA

Kinder- und Jugendanwaltschaft der Stadt Wien

bOJA

Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit

SYNYO

SYNYO GmbH

UniVie

Universität Wien, Institut für Orientalistik

SMART

SMART Innovation – Verein zur Unterstützung innovativer Ansätze zu bildungspolitischen Fragen

BM.I

Bundesministerium für Inneres, BVT

BMB

Bundesministerium für Bildung

map